Mein kleiner Bruder hat mir heute Morgen geschrieben. Ich soll endlich meinen Blog fortsetzen und was neues schreiben. Ansonsten verliere ich auch noch meinen letzten Leser. Wahrscheinlich meint er damit sich selber. An sich aber ein guter Ratschlag. Nur seltsam das von jemanden zu hören, der sein halbes Leben in seinem eigenem dunklen Verlies verbringt, einsam auf seinem Bildschirm starrt und von den Schreien seiner Gegner begleitet, die tödliche Melodie seines Schwertes erklingen lässt. Trotzdem habe ich entschlossen auf ihn zu hören. Auch mir ist nicht entgangen, dass mein letzter längerer Eintrag eine Weile her ist. Meine Hommage an Jessica Simpson war ja nicht zuletzt meiner Faulheit geschuldet. Also sitze ich mal wieder im Ragged Edge und versuche die Gründen zu entschlüsseln, warum ich mehr und mehr Zeit brauche, um ein paar Zeilen für euch aufs Papier zu bringen. Wahrscheinlich ist es ganz einfach. Die typische Blogkrankheit. Man ist inzwischen wirklich im neuem Land angekommen. Nicht mehr nur körperlich, sondern auch geistig. Man lernt neue Leute kennen, findet neue Freunde und knüpft neue Beziehungen. So ist halt das Leben. Da bleibt nicht viel Zeit, um ständig zurück zu blicken. Man blickt nach vorn. Wenn ich immer noch Zeit hätte, so lange Einträge wie zu Beginn schreiben, dann wäre auch irgendetwas schief gelaufen. Ich war nur etwas traurig, dass ich Ruben und Tony im Kellerding verpasst habe. Ich hätte das echt gerne gesehen. Wie dem auch sei. Im Grunde ist also gut, dass ich nicht mehr so oft schreibe. Der Schnitt von 4,333 Einträge pro Monat ist auch unmöglich zu halten. Wenigsten nicht, ohne ein bisschen zu schummeln. Außerdem schreibe ich echt langsam. Nicht nur wegen meiner grandiosen vier Finger Technik, sondern auch , weil ich andauernd Rechtschreibfehler mache. Mein Laptop hat nämlich immer noch die deutsche Tastatur, mein Computer an meinem Arbeitsplatz hingegen die Amerikanische. Beide Belegungen sind zwar sehr ähnlich, aber es gibt halt kleine Unterschiede. Aus irgendeinem Grund sind nämlich z und y vertauscht und das ist wirklich unglaublich nervig. Gerade weil der Rest bis auf die Umlaute nahezu identisch belegt ist. Die Umlaute sind natürlich die andere Sache. Ich habe mir nämlich angewöhnt, sie durch ein e anzudeuten anstatt sie aus den Sonderzeichen einzufügen. Aber genug davon. Es gibt wirklich interessantere Dinge als über die Unterschiede der Länderspezifischen Tastaturbelegungen zu philosophieren. Und immerhin. Die amerikanische Belegung ist immer noch tausend mal besser als die Französische. Wahrscheinlich werde ich mit dem Eintrag heute auch nicht fertig. Ich wurde nämlich gerade unterbrochen. Erst von Nathan, einem befreundeten Bäcker mit einer seltsamen Leidenschaft für Reptilien, und dann von einer mysteriösen Fremden. Sie hat heute Geburtstag und hat genau wie ich mit elf Jahren angefangen, Harry Potter Bücher zu lesen. Wir haben uns gerade stundenlang darüber unterhalten, ob und wie viele Drogen in Hogwarts im Umlauf waren. Wir sind zum Schluss gekommen, dass Gettysburg College nichts dagegen ist. Wenn man in Hogwarts lernt Liebestränke zu brauen, sollten ein paar Bewusstseinserweiternde Tränke kein Problem darstellen. Einfach ein paar Pilze dazu geben. Wir haben uns vorgenommen eine Buch darüber zu schreiben: Hogwarts: Hinter den Kulissen. Ein Hintergrundbericht über die wahren Abgründe der Odenwald ...ehm... der Zauberschule im Norden Englands. Glücklicherweise ist der Titel in Amerika noch nicht durch Dieter Bohlen vorbelastet. Inzwischen ist sie aber leider weg. Ich bin so ein Trottel. Ich habe nämlich vergessen nach ihrem Namen und ihrer Nummer zu fragen. Immerhin weiß ich, dass sie in Gettysburg wohnt und so viele Möglichkeiten gibt es hier nicht. Nur ungefähr zehntausend. Fünftausend, wenn man die Männer und vielleicht fünfhundert, wenn man Kinder, Senioren und Sonstiges abzieht. Das hört sich doch schon viel besser an. Vielleicht also bald mehr. Auf Empfehlung der mysteriösen Unbekannte esse ich gerade süße Kartoffelsuppe mit warmen, knusprigen Brot. Wirklich lecker. Es ist lange her, dass ich so gutes Brot gegessen habe. Im Dining Center gibt es immer nur Toast. Auf der Bühne spielt gerade irgend so ein Typ ein bisschen E-Gitarre. Kartoffelsuppe, warmes Brot und den Klängen eines endlosen Gitarrensolos. Das Brot ist von Nathan selber gebacken. Wahrscheinlich das erste Mal, dass ich meinen Bäcker kenne. Wenn man meine Mutter aus der Rechnung raus nimmt. Aber technisch gesehen ist sie hauptberuflich meine Mutter und nicht mein Bäcker. Das muss man klar trennen. Hier im Ragged Edge, ist jeden Freitag Open Mic ab halb sieben. Deshalb strömen gerade mehr und mehr Musiker und Zuschauer ins Ragged Edge und ich muss langsam mal zum Ende kommen. Danach geht’s nämlich noch weiter zur Albas ersten Tanzperformance und später ins Kino. Wir gehen heute in Harry Potter 7 ½. Zwar bin ich noch nicht dazu gekommen, den Titel „Das erste Mal“ zu erklären, aber aber was soll's. Ich teile diesen Eintrag einfach in zwei Teile auf. Heute also nur den ersten Teil. Außerdem habe ich dann schon drei Einträge im November. Fast ohne zu schummeln. Die Auflösung des Titels und der Grund, warum ich einen mysteriösen Brief von meiner japanischen Mitbewohnerin bekommen habe, gibt es also nächstes Woche im Teil zwei. Das wars von eurem unglaublichen tollen Lieblingsblog. Why so cereal! Beste Grüße aus Amerika. Tobi
http://www.fuenf-filmfreunde.de/2010/11/19/hogwarts-hangover-%e2%80%93-drugsnbooze-mit-harry-potter/
AntwortenLöschenTja, Tobi was Hogwarts - Hinter den Kulissen angeht kann ich nur sagen: Zu Spät. Siehe obiges Video :D
Was du auch verpasst hast und dir sicher sehr gut gefallen hätte ist die Wg party bei uns gewesen! Mittlerweile sind zwar alle Weg und es ist doch deutlich weniger kaputt gegangen als ich es von euch gewohnt bin aber es war trotzdem sehr nett, hätte dir gefallen. Ich muss mich selbst auch mal wieder zum schreiben motivieren, aber mit der party hab ich ja auch wieder was zu erzählen :P
AntwortenLöschenWünsche weiterhin viel spaß in Amerika.
mfg