Samstag, 29. Januar 2011

Ein Lebenszeichen

Es ist vier Uhr nachmittags und ich bin immer noch betrunken.  Eigentlich ist das allein kein Grund für einen Meldung, aber in der letzten Zeit hatte mich Faulheit fest in ihren butterweichen Krallen.   Höchste Zeit also, mal wieder etwas zu schreiben und den kargen Jahresanfang endgültig hinter mir  zu lassen. Ich bin nur ein wenig skeptisch, wie will ich in diesem Zustand schreiben kann. Leo kann  sicher bestätigen, dass ein paar Biere wenigstens beim Lösen von Matheaufgaben eine eher negativen Effekt auf die Ergebnisse haben.  Ich bin zwar nicht mehr richtig betrunken, aber trotzdem ist es in diesem Zustand immer noch gefährlich etwas zu schreiben. Besonders wenn man es dann auch noch veröffentlicht.  Betrunken SMS an die Ex, ob doch noch was geht. Kurze Antwort. Ich scheiß auf dich, zu spät. Ein weiterer Punkt, der gegen diesen Eintrag spricht. Mir sind diese ganz plötzlich aufgetretene Motivationsschübe nicht ganz geheuer.  Bekanntlich sind diese in der Regel ja nicht sehr verlässlich,obendrein sehr fragil und brechen  bei der kleinster Ablenkung in sich zusammen. Zum Glück hält sich dieser aber erstaunlich lange. Ich habe ja auch schon in  anderen Zuständen einen Eintrag geschrieben. Manchmal war ich traurig, manchmal war ich glücklich, manchmal hatte ich Heimweh, und manchmal war mir einfach nur langweilig. Jetzt bekommt der Alkohol also seine Chance. Mal schauen wohin er mich führt.  Im Notfall kann ich ja alles widerrufen, den Alkohol verteufeln und Abbitte im Schoße der Kirche finden. 
Kommen wir aber zum eigentlichen Thema dieses Eintrages. Neuigkeiten aus dem Land der unabzählbaren Fast-Food-Ketten.  Zurzeit liege ich auf den Boden unseres Wohnzimmers, trinke Tee und versuche ein paar Rätsel der vergangenen Nacht zu lösen. Wie bin zurückgekommen? Warum trage ich jetzt eine andere Armbanduhr? Wo sind meine Handschuhe? Warum hat mein Mantel ein Loch? Wenigstens habe ich aber schon ein Rätsel gelöst. Warum ich beim Aufstehen so oft niesen musste. Aus irgendeinem Grund habe ich gestern Nacht anscheinend gewettet, eine ganze Line schwarzen Pfeffer schnupfen zu können.  Die kleine Pfefferkörner in meinem Taschentuch betätigen diese Theorie. Immerhin war ich aber schlau genug, das Gleiche nicht mit Cayenne-Pfeffer oder Chilipulver zu versuchen.  Im Hintergrund ertönt gerade die  Stimme von Buzz Lightyear.  Trotz meiner kümmerlichen entwickelten Fähigkeit mehrere Dinge gleichzeitig zu machen, schaue ich mir gerade Toy Story 2 an.  Den Film kenne ich zwar schon, aber gerade deshalb ist er wahrscheinlich perfekt für diesen Nachmittag im tief eingeschneiten Gettysburg.  Ich komme nur nicht so ganz auf den Hund klar. Ist der wirklich so schlecht animiert und ist das nur meine Wahrnehmung? Ich hoffe  immer noch, dass Toy Story 3 dieses Jahr den Oscar für den besten Film gewinnt. The Social Network, Inception und Black Swan sind zwar auch alle ziemlich großartig, aber trotzdem bin ich ganz klar auf der Seite von Woody und Buzz.  Gestern Abend habe ich auch mal wieder eine kleine Dummheit begangen und so unbewusst die Mermaid Theorie bestätigt. Da wahrscheinlich nicht jeder mit diesem Begriff etwas anfangen kann, hier ein kleiner Auszug aus Barneys Blog.

The Mermaid Theory proves that a chick's hotness - as measured in units of how much you want to bone her - increases in direct proportion to the time exposed to her. The theory draws its uniquely and incredibly creative nomenclature from the olden days, before airplanes made boats obsolete... not only as a mode of transportation but also as the preferred vehicle to have sex on. Sailors and explorers on particularly long voyages found that manatees - those large blubbery water creatures - would magically morph into beautiful mermaids that said sailors wanted to knock flippers with. Thus, the legend of mermaids was born, straight out of the male mind's unfaltering desire to find something, anything, to stick it to.

Wenigstens versuche ich mir das gerade einzureden. Es ist auf jeden Fall eine gute Entschuldigung.    Langsam werde ich auch ein bisschen müder. Das Sofa, der schwarzen Tee und das langsam schwindenden Tageslicht sind einfach eine zu verführerische Kombination. Gerade bin ich auch schon für ein paar Minuten eingenickt, ohne es zu bemerken. Der Tee war nur plötzlich kalt. Was gibt es also noch groß zu sagen? Vielleicht nur kurz die wichtigsten Information. 
Ich bin gesund und mir geht es gut  Mein Haar verfilzt langsam. Ich bin das erste Mal in meinem Leben Ski gefahren. Ich habe mich nicht verletzt. und trotz gegenteiliger Aussagen in diesem Eintrag habe ich noch kein Alkoholproblem. Das kann ich mir auch nicht leisten. Dieses Semester habe ich nämlich eindeutig mehr zu tun. Ich unterrichte mehr, habe mehr Aufgaben im Departement und belege vier Kurse anstatt zweien.  Das ist wahrscheinlich auch ein Grund, warum ich nicht mehr so oft schreibe. Nächste Woche muss ich dann auch noch einen Kollegen vertreten. In einem seiner Kurse habe ich dann die dankbare Aufgabe den Konjunktiv I einführen. Bis auf Zeitungsartikel, habe ich leider überhaupt noch keine Idee, wie ich das machen soll. Wenn also irgendjemand ein Geistesblitz hat, wie man das auf eine interessante Weise machen kann, schreibt mir bitte! Ich gehe erst mal pennen.




3 Kommentare:

  1. Schön das es mal wieder geschaft hast zu schreiben, ich bin leider noch nicht dazu gekommen. Ich hoffe aber das sich das nach den Klausuren legt.
    Die Meermaid theorie kannte ich unter diesem Namen noch nicht aber ich denke das sie zu mindestens Teilweise wahr ist. Die passende Theorie einer Freundin lautet schließlich auch "Wenn du willst das eine Frau dich liebt musst du nur oft genug mit ihr schlafen" wobei das schon etwas her ist, vielleicht hat sie die mittlerweile überarbeitet.
    Was deinen Konjunktiv angeht kann ich dir leider nicht wirklich helfen, du könntest vielleicht probieren Protokolle als Beispiel zu nehmen? Vielleicht geht es auch ein Geschichte über jemand anderen in Indirekter rede zu erzählen?
    Außerdem hab ich da noch eine Frage, und zwar bin ich gestern auf den Artikel über die Ärzte in der Englischen Wikipeda gestoßen. Auf der Diskussionsseite wird berichtet das es Menschen gibt die mit Hilfe der Ärzte Deutsch lernen, gibt es sowas bei euch auch? Hab ich dich jetzt auf dumme Ideen gebracht? Ich fände das genial wenn Leute mit DÄ-Texten Deutsch lernen :D
    Alles Gute,

    PS: Ja der Text hier ist so umfangreich geworden weil ich gerade probiere zu lernen *hust*

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  2. um im genre zu bleiben:

    netFive!!!



    Die HI (Hedonistische Initiative/Leos und meine neuestes Projekt) unterstützt dein Tun, egal obs um Alkohol oder Meerjungfrauen geht

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  3. Au man Tobi!
    Deine Einträge sind einfach die Besten ;-)
    Lieben Gruß,
    Fabi

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