Samstag, 22. September 2012

Nachtrag


Nachdem ich von Vero drauf aufmerksam gemacht wurde, dass der Schreimaschineneffekt der Campustour nicht optimal geworden ist, habe ich mich nochmal ans Video dran gesetzt und versucht, das Ganze auszubessern. Vero kann man ja in Designfragen bis auf Hundeohren vorbehaltslos vertrauen, aber irgendwie habe ich bei diesen Prozess das Video gelöscht. Deswegen bleibt alles beim alten, meine Kommentare zum Video waren ja auch nicht wirklich geistreich und eigentlich kann man sie sich fast sparen. Sonst ist hier nicht viel passiert und die größte Neuigkeit bleibt knapp vor dem Bau eines Fahrrads meinem Beitritt ins örtliche Fußballteam vorbehalten.  Zwar hatte ich eine Zeitlang überlegt, Quidditch zu spielen, aber so geil ist der Sport nüchtern betrachtet doch nicht. Stattdessen bleibe ich also weiter bei Dinge, die ich kann, und spiele dieses Semester wieder Fußball. Manchmal ist die Langweile doch was schönes. Die Geschichte meiner Schußtechnik mag zwar einer von Bobs Liebsten sein, aber ihn bleiben ja noch genug andere, zum Beispiel von meinen großartigen Anmachsprüchen vor meinen ersten Abschied nach Amerika. Als ich mit meinen Mitbewohner letztens bei Ikea war, habe ich  tatsächlich versucht, seinen Witz über Zimmerpflanzen ins Englische zu übersetzen und auch hier ist der Witz kläglich gescheitert. Untenrum. Langsam frage ich mich ernsthaft, woher die Untenrum-Witze gekommen sind. Irgendwie dachte ich, das wäre ein Münsterding, aber letztens kam der Spruch auch bei Roche und Böhmermann. Normalerweise kopieren wir ja Witze meist aus Amerika, aber der einzige halbwegs passende wäre "That's what she said" und das ist noch ne Ecke weg.  Mit dieser höchst philsophischen Frage beende ich diesen Nachtrag und fange an, Bier zu trinken.

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 [20 Stunden später]

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Bei dem einen Bier ist es nicht geblieben, ein Freund hat Geburtstag gefeiert und ich bin heute morgen mit Edding bemalt aufgewacht. Verdammte Mitbewohner und Alkohol. Mein ganze Wochenplannung ist dahin und ich habe mal wieder den Fehler gemacht, alles wild durcheinander zu trinken. Den Nachmittag habe ich mit Futurama und Wild Germany verbracht und jetzt habe ich  die wohl schwiergste aller Aufgaben vor mir, den Tag nicht vorschnell abzuschreiben und die Arbeit auf Morgen zu verschieben. Dieses verdammte Gefühl, viel zu viel zu tun zu haben, aber trotzdem in dieser seltsamen Starre zu verbleiben, unfähig mir irgendetwas anzufangen, eingefroren von der eigenen Befürchtungen zu scheitern. Gleichzeitig tausend verschiedene Fast Food Informationen aufnehmen, mit Leo über das Mohammed Video diskutieren und  die Abwesenheit der Gema in der Staaten genießen. Wahrscheinlich ist das einfachste Rezept immer noch das von Bebbo der Straßenkehrer. Einfach alles Schritt für Schritt machen und nicht die ganze Zeit auf die lange Straße vor einem schauen. Das dumme an dieser Erkenntnis ist leider nur: Everybody knows better. That's the problem, not the answer. (Peter S. Beagle Fable of the Moth) Jetzt erst mal Pasta essen und dann die Toilette putzen.

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